Veranstaltungen
Konzerte, Partys, Sport und mehr – von der Uni bis in die Stadt.
69 Veranstaltungen
Mittwoch, 18. November
Nachhaltigkeitsfest
Veranstaltung von Institut für Germanistik
Lesung mit Thomas Hettche
Veranstaltung von Institut für Germanistik
SOG-Vortrag | Tanja Zimmermann (Leipzig): Von der Bauernkunst zur globalen Naiven Kunst. Jugoslawien und die Erfindung einer transnationalen Kunstkategorie im Kalten Krieg
Seit Beginn des 20. Jahrhunderts, als traditionelles bäuerliches Handwerk zunehmend durch industrielle Produkte verdrängt wurde, begann der Aufstieg der autodidaktischen Kunst. Zunächst von der Avantgarde als Ausdruck eines Neuen Sehens entdeckt, setzte in den 1930er Jahren eine zweite Rezeptionswelle ein, die sie als Fortführung ethnisch-national konnotierter Volkskunst verstand. Dazu zählten auch Bauernmaler, die im Königreich Jugoslawien große Popularität erlangten. Ihr Erfolg setzte sich nach dem Zweiten Weltkrieg fort, als das sozialistische Jugoslawien einen dritten Weg zwischen den politischen Blöcken einschlug. Als Naive Kunst neu gefasst, wurde sie zu einer transnational anschlussfähigen Kunstkategorie, die sich über geopolitische Grenzen hinweg ausstellen und vermitteln ließ. Höhepunkt ihrer internationalen Rezeption bildete 1974/75 eine Ausstellung im Haus der Kunst in München. Der Vortrag untersucht die vielfältige Anschlussfähigkeit der Naiven Kunst in unterschiedlichen politischen und kulturellen Kontexten und fragt nach ihrem heutigen Stellenwert in nationalen wie globalen Kunstgeschichtsschreibungen. Tanja Zimmermann ist Professorin für Kunstgeschichte mit einem Schwerpunkt auf der Kunst Ost-, Ostmittel- und Südosteuropas und ihren interkulturellen Beziehungen am Institut für Kunstgeschichte der Universität Leipzig. Ihre Forschung verbindet kunsthistorische, literatur- und kulturwissenschaftliche Ansätze und widmet sich insbesondere transnationalen Austauschprozessen, Kunst und visueller Kultur im Kommunismus und Postkommunismus sowie Erinnerungskulturen und populärer Kunst. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Forschung liegt auf der Naiven Kunst und ihrer kunsthistorischen Neubewertung. Von 2022 bis 2026 leitete sie das von der Fritz Thyssen Stiftung geförderte Forschungsprojekt Zur Neubewertung der Naiven Kunst. Internationale Rezeption und theoretisch-methodische Erschließung . Im Zentrum standen die internationale Ausstellungs- und Rezeptionsgeschichte autodidaktischer Kunst sowie ihre Positionierung innerhalb der Moderne. Mehr Infos: https://www.uni-bamberg.de/slavlit/neuigkeiten/artikel/sog-vortrag-von-der-bauernkunst-zur-globalen-naiven-kunst/
Donnerstag, 19. November
Wissenschaft gegen Faschismus: "Die AfD, der Klimawandel und die Regierung - analysiert mit Dokumentarfilmen und Ausschnitten aus 'Die Anstalt'" (Filmvorführung mit Diskussion)
Was haben Rechtspopulismus, Umweltprobleme und die geringe Beliebtheit unserer Regierung miteinander zu tun? Rechtspopulismus und Umweltprobleme verstärken sich gegenseitig und die große Koalition ist gegenüber beiden Problemen erstaunlich untätig. Zuerst zeigt ein ZDF-Dokumentarfilm, wie die AfD erst zu einer radikalen rechtpopulistischen Partei wurde, dann gibt es zwei kurze Filme über Klimawandelleugnung und warum die soziale Schieflage beim Klimaschutz der AfD hilft und der Demokratie schadet. Schließlich (weil es ernst nicht auszuhalten wäre) parodiert "Die Anstalt" den Bundeskanzler beim persönlichen Kontakt mit den BürgerInnen und schaut aus der Weimarer Republik auf die Gegenwart. Nach den Filmen wollen wir diskutieren und Schlussfolgerungen ziehen.
GUEST LECTURE " 'No weeds, no toil, no curse': Sylvia Townsend Warner s Garden Politics in Opus 7 (Prof. Zeiger, Dartmouth)
Veranstaltung von Professur für Amerikanistik
Lesung mit Andreas Kelletat
Veranstaltung von Institut für Germanistik
Theologisches Forum
Veranstaltung von Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts
Filmabend & Director's Talk: "30 Kilo Heimat". Begleitprogramm zur Ausstellung "Die vertriebenen Kinder"
Wie viel Heimat passt in 30 Kilogramm? Regisseur Michael Eibl stellt seinen Dokumentarfilm "30 Kilo Heimat" vor und spricht anschließend mit dem Publikum über seine Familiengeschichte, die Entstehung des Films und die Nachwirkungen von Flucht und Vertreibung über Generationen hinweg. Filmvorführung und Director's Talk verbinden dabei dokumentarisches Erinnern mit einem sehr persönlichen Blick auf Familiengeschichte und ihre Weitergabe. Die Veranstaltung wird mitorganisiert von der [[Ackermann-Gemeinde]] https://ackermanngemeinde-bamberg.de/ gefördert durch die [[Katholische Erwachsenenbildung]] https://keb-erzbistum-bamberg.de/ . Weitere Informationen zum Film: [["30 Kilo Heimat"]] https://30kg-heimat.de . Ausstellung "Vertriebene Kinder" an der Universität Bamberg Eine Ausstellung zur gleichnamigen Graphic Novel über Vertreibung und Flucht nach 1945 aus kindlicher Perspektive. Wie erlebten Kinder das Ende des Zweiten Weltkriegs? Was konnten sie mitnehmen, und wie war der Abschied von ihrem Heimatort? Wie war ihre Ankunft im zerstörten Deutschland? Und wo fühlen sie sich heute zu Hause? Auf diese Fragen antworteten Zeitzeugen, die die Vertreibung aus der Tschechoslowakei nach 1945 als Kinder erlebt haben. Aus zahlreichen Filmgesprächen hat der Dokumentarfilmer Jan Blažek (Post Bellum, Prag) fünf Lebensgeschichten ausgewählt und zusammen mit dem Schriftsteller Marek Toman und fünf tschechischen Comiczeichnern und -zeichnerinnen - Jakub Bachorík, Magdalena Rutová, Stanislav Setinský, Františka Loubat und Jindřich Janíček - in die Graphic Novel Odsunuté děti (Vertriebene Kinder, 2020) verwandelt. Die deutsche Übersetzung [[Die vertriebenen Kinder. Graphic Novel]] https://balaena.de/produkt/marek-toman-jan-blazek-die-vertriebenen-kinder-graphic-novel von Raija Hauck kam 2023 im Verlag Balaena heraus. Die Ausstellung wurde durch die Initiative von [[Jana Paulina Lobe, Alumna und ehemalige Mitarbeiterin der Europäischen Ethnologie]] https://www.uni-bamberg.de/euroethno/lehrstuhl/personen/ehemalige/lobe/ , und [[Christina Meinusch, Heimatpflegerin der Sudetendeutschen]] https://www.sudeten.de/heimatpflege-ueber-uns und [[Lehrbeauftragte in der Europäischen Ethnologie]] https://www.uni-bamberg.de/euroethno/lehrstuhl/personen/lehrbeauftragte/ , an die Universität Bamberg vermittelt. Ort: [[Teilbibliothek 4 (TB4) der Universität Bamberg, Heumarkt 2, 96047 Bamberg]] https://www.uni-bamberg.de/teilbibliothek4/. Zeitraum: Do 29.10. (Vernissage ab 18 Uhr) bis So 20.12.2026 Öffnungszeiten: Mo-Fr 08:30-24:00 Uhr, Sa+So 10:00-20:00 Uhr Eintritt frei. Weitere Informationen zur [[Ausstellung "Vertriebene Kinder"]] https://stifterverein.de/ausstellungen/vertriebene-kinder-3/ Erinnern im Gespräch. Begleitprogramm zur Ausstellung "Die vertriebenen Kinder" Die Ausstellung "Die vertriebenen Kinder" wird von einem Begleitprogramm flankiert, das unterschiedliche Formen des Erinnerns, verschiedene Medien und mehrere Generationen zusammenführt. Dabei wird der Wiedergabe historischer Erfahrungen von Flucht und Vertreibung die Frage an die Seite gestellt, wie diese Geschichten heute erzählt und von jüngeren Generationen neu befragt werden. Vernissage mit Podiumsdiskussion im Rahmen des Semesterauftakts der Europäischen Ethnologie (s.o.) Filmabend & Director's Talk: "30 Kilo Heimat" am Do 19.11.2026 18:30-20:00 Uhr, Gebäude [["An der Universität 5" (U5)]] https://www.uni-bamberg.de/universitaet/anreise/an-der-universitaet-5-u5/ , Hörsaal U5/00.24. Eintritt frei. Finissage & Wintergespräch: "Mit anderen Augen". Junge Perspektiven auf deutsch-tschechische Begegnungen und sudetendeutsche Erinnerungskultur am Donnerstag, 17.12.2026: 16:00-18:00 Uhr; Gebäude [["An der Universität 2" (U2)]] https://www.uni-bamberg.de/universitaet/anreise/an-der-universitaet-2-u2/ , Hörsaal U2/00.25, Eintritt frei. Über die Laufzeit der Ausstellung hinaus bringt im Januar 2027 schließlich ein Erzählcafé unterschiedliche Fluchterfahrungen und Erinnerungshorizonte miteinander in den Dialog. Auch ein Vermittlungsangebot für Bamberger Schüler:innen verschiedener Schulformen befindet sich derzeit in Entwicklung. Weitere Informationen zum [[Begleitprogramm]] https://www.uni-bamberg.de/euroethno/aktuelles/artikel/ausstellung-die-vertriebenen-kinder-mit-begleitprogramm/
Buchpräsentation Roland Borgards: Büchners Tiere. Ein Bestiarium (2026)
Wer Georg Büchner liest, begegnet einer erstaunlichen Fülle von Tieren. Sie finden sich in den literarischen Texten ebenso wie in den naturwissenschaftlichen Arbeiten und stehen dort keineswegs nur am Rand. Vielmehr berühren sich in Büchners Tierdarstellungen Fragen der Zoologie und Physiologie mit solchen der Ästhetik, Anthropologie und Politik. Roland Borgards hat diese Tierwelt nun erstmals in der Form eines Bestiariums versammelt. Büchners Tiere. Ein Bestiarium, 2026 im Wallstein Verlag erschienen, führt in 97 alphabetisch geordneten Einträgen von Adler bis Zweifüßler durch Büchners Werk. Mehr als 200 Abbildungen und zahlreiche Bezüge auf die Zoologie des 19. Jahrhunderts stellen die literarischen Texte zugleich in ihren wissensgeschichtlichen Zusammenhang. Neben vertrauten Tierarten wie Affen, Ameisen oder Ochsen finden sich dabei auch eigentümliche Wortbildungen und Figurationen wie die Zickwolfin , die Bestie oder der Kanaillenvogel . So entsteht ein Buch, das nicht nur nach den Tieren bei Büchner fragt, sondern danach, wie sich in ihnen Wissen, Sprache und Literatur miteinander verschränken. Roland Borgards ist Professor für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Zu seinen zentralen Forschungsgebieten gehören die Animal Studies, die Literatur- und Wissensgeschichte, die Romantik sowie das Werk Georg Büchners. Er gehört zu den prägenden Stimmen der literaturwissenschaftlichen Tierforschung und arbeitet seit vielen Jahren an den Übergängen zwischen literarischen Texten, naturwissenschaftlichem Wissen und der Geschichte des Mensch-Tier-Verhältnisses. Zudem ist er Mitherausgeber des Georg Büchner Jahrbuchsund war an der digitalen Erschließung der Marburger Büchner-Ausgabe beteiligt. In der Buchpräsentation wird Roland Borgards sein Bestiarium vorstellen und zugleich Einblicke in eine Lektüre Büchners geben, die dessen literarisches und naturwissenschaftliches Schreiben zusammendenkt. Zur Diskussion steht damit auch eine grundsätzliche Frage: Was lässt sich über Büchners Verständnis des Menschen erfahren, wenn man sein Werk einmal konsequent von seinen Tieren her liest?
Lesung und Buchpräsentation: "Büchners Tiere" mit Roland Borgards
Veranstaltung von Institut für Germanistik
Freitag, 20. November
International Workshop: Theorizing and Practizing Symbols after Symbolism
Veranstaltung von Lehrstuhl für Slavische Literaturwissenschaft
Techniken der Wandmalerei
Veranstaltung von Fachvertretung für Didaktik der Kunst
Samstag, 21. November
International Workshop: Theorizing and Practizing Symbols after Symbolism
Veranstaltung von Lehrstuhl für Slavische Literaturwissenschaft
Klavierabend Gio Abuladze
Veranstaltung von Lehrstuhl für Musikpädagogik und Musikdidaktik